Was machen Internisten?

Spezialist für Innere Medizin – Was ist ein Internist und was macht er?

Der Spezialist für Innere Medizin wird in Deutschland als Internist bezeichnet.

Der Bereich der Inneren Medizin ist einer der vielseitigsten und weitreichendsten aller medizinischen Bereiche. Entsprechend umfangreich und differenziert sind die Aufgaben, die einem Internisten im Berufsleben zustoßen. Dieser Artikel beschreibt genau, was ein Internist definiert, was er tut und welche Aufgaben er hat und welche Behandlungsmethoden er verwendet.

Was ist ein Internist? – Definition Internist

Per Definition ist ein Internist Spezialist für Innere Medizin. In diesem Fall die Fachprüfung in diesem Bereich. Zu diesem Zweck absolviert der Mediziner nach seinem Medizinstudium im Rahmen seiner Tätigkeit als Assistenzarzt eine Facharztausbildung. Insgesamt können 60 Monate, also fünf Jahre, vor der Prüfung belegt werden.

Von der gesamten Ausbildungszeit des Internisten entfallen 36 Monate auf stationäre Grundausbildung im Bereich der Inneren Medizin, wobei allgemeine Fächer wie Gesundheitsberatung und Krankheitsanerkennung sowie spezielle Therapien wie Tumorbehandlung und diabetische Behandlung erlernt werden.

Darüber hinaus werden 24 Monate für die stationäre Ausbildung in der Inneren Medizin verwendet. Hier werden weitere Kenntnisse und Fähigkeiten zur Diagnose und Behandlung von Gesundheitsproblemen der inneren Organe erlernt. Mit dieser Weiterbildung in der Inneren Medizin kann man dann die Prüfung zum Facharzt für Innere Medizin ohne Schwerpunkt und später zum Internisten machen.

 

Wenn Sie sich auf einen Teilbereich oder einen Schwerpunkt der Inneren Medizin (z. B. Kardiologie) spezialisieren, absolvieren Sie den zweiten Teil Ihrer Weiterbildung in dem jeweiligen Fachbereich. In den Schwerpunktbereichen dauert die Ausbildung länger und dauert 36 Monate. Die Weiterbildungsinhalte sind in den Weiterbildungsordnungen der Bundesärztekammer beschrieben.

Unter Assistenzarzt Innere Medizin gibt es geeignete Weiterbildungsplätze. Alle Stellen im Fachbereich finden Sie unter Internistische Stellenangebote.

Was macht ein Internist? – Aufgaben und Verantwortlichkeiten

Ein Internist hat ein sehr weitreichendes Tätigkeitsfeld. Er diagnostiziert zahlreiche Krankheitsbilder und führt anschließend selbst die Behandlung und Therapie der Erkrankungen durch. Der Spezialist für Innere Medizin ist ein Allround-Arzt, der viele Aufgaben selbst erledigen kann, aber gerade in großen Kliniken wird er durch spezielle Spezialisten ergänzt oder kann Patienten in eine spezielle Facharztpraxis verweisen (z. B. an einen Spezialisten für Rheumatologie).

Die Aufgaben des Internisten umfassen die Prävention, Diagnose und Behandlung folgender Krankheiten und Beschwerden:

  • Gefäßerkrankungen (Arterien, Kapillaren, Venen, Lymphgefäße) wie Krampfadern oder periphere arterielle Verschlusskrankheit (PADD)
  • Hormon und Stoffwechselerkrankungen wie Gicht, Hypothyreose und Hyperthyreose oder Diabetes
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie Erkrankungen der Blutgefäße und direkte Erkrankungen des Herzens, wie ein Myokardinfarkt
  • Magen-Darm-Erkrankungen wie Probleme mit den Verdauungsorganen, gastrointestinale Influenza, Infektionen des Darmtrakts oder Magenkrebs
  • Lungen- und Atemwegserkrankungen wie Krankheiten, die die Atemwege, Blutgefäße, Alveolen oder die Pleura und Pleura betreffen, wie akute Bronchitis, die eine Lungenentzündung ist
  • Nieren- und Harnwegserkrankungen wie akutes oder chronisches Nierenversagen, Nierenentzündungen wie Pyelonephritis, Nierensteine ​​oder Tumore
  • Binde- und Stützgewebeerkrankungen wie Rheuma, Fibrose, Sklerose und Skorbut
  • Krankheiten von Blut und blutbildenden Organen wie Leukämie oder Blutkrebs

Diese Aufgabenliste zeigt, dass der Internist ein sehr weites Feld abdecken muss. Dazu gehört auch, dass der Internist kleine chirurgische Eingriffe selbst durchführen kann. Im Falle einer größeren Operation verweist er seine Patienten an einen Facharzt für Chirurgie.

Behandlungsmethoden des Internisten

Wie jeder andere Arzt muss der Internist zuerst die Beschwerden des Patienten im Rahmen der Anamnese stellen, d. H. Die Abfrage relevanter Informationen über die Krankengeschichte des Patienten und über aktuelle Probleme (welche Beschwerden sind vorhanden?). Neben der ausführlichen Diskussion wird dann eine körperliche Untersuchung durchgeführt. Diskussion und Untersuchung bilden die Grundlage für die Diagnose.

Auf der Basis des Interviews wählt der Facharzt für Innere Medizin dann spezielle invasive und nicht-invasive Behandlungsmethoden aus und führt diese durch.

Das Folgende ist ein Auszug der möglichen Untersuchungsmethoden, die der Internist selbst durchführt oder deren Ergebnisse er für seine Behandlung verwendet:

  • EKG (Elektrokardiogramm) und Belastungs-EKG = Messung der Herzstromkurve, z. bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Langzeit-Blutdruck-Test = Unter Verwendung eines tragbaren Blutdruckmessgeräts wird der Blutdruck des Patienten über einen längeren Zeitraum (z. B. 24 Stunden) gemessen.
  • Ultraschall (Sonographie) = Nicht-invasive Untersuchung der Organe mittels Ultraschall, z. B. im Rahmen eines Brustkrebs-Screenings.
  • Endoskopie = Untersuchung, bei der das Innere des menschlichen Körpers mit einem Gummischlauch oder Metallrohr (Endoskop) durch natürliche Körperöffnungen wie Mund oder After untersucht und Körperöffnungen geschaffen werden.
  • Echokardiographien und Doppler / Duplex-Untersuchungen = Ultraschalluntersuchung des Herzens, Bestimmung von Blutflüssen im Herzen oder in den Gefäßen mittels Ultraschall
  • Proktoskopie = Die letzten Zentimeter des Dickdarms werden mit einem Proktoskop untersucht.
  • MRI Magnetresonanztomographie = in der Regel von einem Radiologen durchgeführt, bildgebende Verfahren, in denen Schnittbilder des menschlichen Körpers erstellt und durch den Internisten verwendet werden.

Neben diesen Spezialuntersuchungen bieten Fachärzte für Innere Medizin noch viele weitere Dienstleistungen an, darunter Vorsorgeuntersuchungen wie Krebsvorsorge und Hautkrebsvorsorge, Lungenfunktionstests oder Impfungen und Impfberatung.

Möglichkeiten zur Spezialisierung als Internist

Aufgrund der vielfältigen Aufgaben des Internisten gibt es in keinem anderen Fachbereich so viele Schwerpunkte, Spezialisierungen und Entwicklungsmöglichkeiten wie in der Inneren Medizin. Für viele der vorgenannten Tätigkeitsfelder gibt es eine Spezialisierung, die im Rahmen einer Fachausbildung erworben werden kann.

Folgende Schwerpunkte sind möglich:

  • Angiologie = Schwerpunkt Gefäßerkrankungen der Arterien, Venen und Lymphgefäße
  • Endokrinologie und Diabetologie = konzentrieren sich auf metabolische und hormonelle Erkrankungen
  • Gastroenterologie = konzentrieren sich auf Erkrankungen der Verdauungsorgane
  • Hämatologie und Onkologie = konzentrieren sich auf Erkrankungen des Blutes und der hämatopoetischen Organe
  • Nephrologie = Schwerpunkt Nieren- und Harnwegserkrankungen
  • Pneumologie = Scherpunkt Erkrankungen der Atmungsorgane
  • Rheumatologie = Scherpunkt Erkrankungen der Knochenstruktur und des Bindegewebes

Alle Spezialisierungen tragen in ihrem Titel auch den Titel Internist. Wenn Sie sich zum Beispiel auf Nephrologie spezialisiert haben, müssen Sie sich nach bestandener Fachprüfung als Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie bezeichnen.

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